Elisabeth und Kim
... seit 2015 verheiratet

„Ein Sakrament auf vier Beinen...“ 

Die Ehe als ein Weg Gottes mit uns – Ein Gespräch von Elisabeth und Samuel-Kim

Als ich Elisabeth kennenlernte war es mir wichtig, ihr zu sagen, dass ich mit dieser Beziehung nicht spielen wollte. Natürlich war uns beiden längst nicht klar, dass wir eines Tages heiraten wollen, aber dass unser Miteinander das Potential dafür hat, war uns beiden ein Anliegen. Mit den Gefühlen des anderen ehrlich, ernsthaft und verantwortungsvoll umzugehen, war ein Maßstab unserer Beziehung.

Der Anfang unserer Beziehung war daher auch geprägt von langen Gesprächen durch die ganze Nacht und vielen gemeinsamen Gebetszeiten. Es stand außer Frage, den weiteren Weg in Gottes Hände zu legen und um seinen Segen zu beten und zu wissen. Auch in der Zeit der Fernbeziehung während des andauernden Studiums war es das Gebet, dass uns über Kilometer hinweg verbunden hat und auf das gegenseitiges Vertrauen und die Liebe zueinander wachsen konnten.

 

Immer mehr entdeckten wir im Anderen eine vertrauens- und liebenswürdige Persönlichkeit. Das half uns auch einander die Freiheit zuzusprechen, die Entscheidung des anderen zu respektieren. Am Ende hat uns dieses gemeinsame Suchen und Fragen auch zu der Überzeugung geführt, dass wir uns ein Leben gemeinsam vorstellen können. Und nicht nur das: wir entdeckten darin auch einen Weg Gottes mit uns.

 

Als ich Freunden von unserer Verlobung berichtete, gab es verschiedene Reaktionen. Eine Freundin fragte, ob ich das wirklich schon will, wir würden ja noch nicht zusammen wohnen und uns gar nicht aus dem Alltag kennen. Ein anderer guter Freund fragte mich nur: „Hast du lange überlegt, als Kim dich gefragt hat?“ Ich konnte ganz ehrlich sagen: „Nicht eine Sekunde.“ Das Ja-wir-wollen-heiraten war vielmehr ein Versprechen, ja ich möchte mir dir weitergehen und diesen Weg nicht erst irgendwann mit Gottes Segen überbügeln, sondern: Ja, wir wollen unsere Beziehung von Gott wandeln lassen und trauen uns eine Ehe zu.

 

Was hat sich seit unserer Hochzeit geändert? Äußerlich ist es ziemlich wenig – außer unserem Ring, sehen wir noch genauso aus, wie wir als Verlobte in die Kirche hinein sind. Aber durch unser gegenseitiges Versprechen hat sich etwas wesentlich verändert. Durch ein paar wenig erscheinende Worte sind wir nun Eheleute, einander Mann bzw. Frau. Für uns ist das schon ein entscheidender Unterschied. In der Verbindlichkeit unserer Liebe erfahren wir etwas von der Verbindlichkeit Gottes mit uns Menschen. Aber dass Gott es mit uns ernst meint, dass ist in der Ehe nicht nur ein Erfahrung für uns, sondern kann auch für andere spürbar werden. So werden wir seber zu einem sichtbaren Zeichen für Gottes Zuwendung - sozusagen ein Sakrament auf vier Beinen.

 

Die Jahreslosung von 2015 gefiel mir sofort – „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat, zum Lob Gottes“. Und ich konnte meinen Mann schnell überzeugen, dass dies der „richtige“ Spruch für unsere Ehe ist. Denn wir sind nicht zum Selbstzweck Ehepartner, sondern in unserem Umgang miteinander soll auch immer Gottes Liebe aufleuchten. Und auch in dem, wie wir uns für andere Menschen öffnen – unsere Wohnung, unsere Zeit mit anderen teilen. So, kann Gottes Liebe erfahrbar werden. Und so entdecken wir in der Gestaltung des Ehelebens etwas vom Christsein für andere.

Kontakt

Wer gerne in Kontakt mit Elisabeth und Kim kommen möchte, kann ihnen gerne eine Nachricht schreiben. (s.k.n@web.de)