Elisabeth Schwope
Auszubildende Gemeindereferentin

Warum eigentlich nicht?

Beruf und Berufung gehören für mich eng zusammen. 

Das spannende an diesem Beruf ist, dass er so reichhaltig ist. Man begegnet vielen Menschen, in jedem Alter. Da ist ein Kindergottesdienst, es geht weiter zum Seniorennachmittag und abends noch ein Elternabend. Diese Vielfalt hat mich begeistert.

 

Das FSJ in einem christlichen Kinderhaus hat mich in meiner Berufswahl bestärkt. Durch die Arbeit mit den Kindern habe ich Gottes Liebe erfahren und weiterschenken können. Dabei habe ich gemerkt, wie wichtig es mir ist vom Glauben zu erzählen, ihn weiterzutragen und mich auch immer wieder neu Anfragen zu lassen. Für mich ist es dabei klar geworden, dass ich das nicht nur in meiner Freizeit tun möchte. Plötzlich war die Frage zu einer bestimmten Antwort geworden.

 

Nach der Bewerbung beim Bistum Dresden-Meißen, in dem ich groß geworden und auch verwurzelt bin, konnte ich an der Fachakademie in Freiburg Religionspädagogik studieren. Die Vorlesungen, die Gemeinschaft, Diskussionen und Gespräche am Abend haben mich in meinem Glauben wachsen lassen. Durch einige Praktika konnte ich auch ganz praktisch prüfen, ob dieser Beruf wirklich etwas für mich ist. Denn für mich gehört Beruf und Berufung ganz eng zusammen, egal in welchem Bereich. Die Frage dahinter ist: welche Begabungen und Chancen hat Gott mir gegeben? In welcher Form bin ich zur Nachfolge gerufen? Wie kann ich meine Talente in der Welt einsetzen und so als Christ die Welt mit – gestalten?​

 

Die biblischen Berufungsgeschichten sind mir dabei wichtig geworden. Jesus ruft uns Menschen, ihm zu folgen, jede/r auf seine Art und Weise. Folge mir nach! Wie der Weg dieser Nachfolge aussieht, dass liegt an mir selbst. Jede/r hat andere Talente, die man dafür einsetzen kann.

 

Als Gemeindereferentin möchte ich Menschen begleiten und unterstützen, die auch noch auf der Suche sind, wie sie ihre Ideen in die Gemeinde und in die Kirche einbringen können. Es ist schön, Projekte zu begleiten und Veranstaltungen mitgestalten zu können. Darüber hinaus ist mir die Arbeit auch „außerhalb“ der Gemeindegrenzen sehr wichtig: Denn Gott ist da, wo die Menschen sind. Also auch im Gefängnis, in der Kindertagesstätte, in Krankenhäusern, in Asylbewerberheimen, … Dort, wo Menschen sind, da sehe ich meine Aufgabenfelder. Manchem erscheint das fast unmöglich. Ich empfinde es hingegen vielfältig und bereichernd, denn ich erfahre einen großen Schatz an Begegnungen, die mich beschenken.

Kontakt

Elisabeth Schwope ist für ein Jahr Berufspraktikantin in der Pfarrei Heilige Familie im sächsischen Zwickau. elisabeth.schwope@gmail.com